Corona bremst Rewe-Convenience aus

Corona bremst Rewe-Convenience aus

Die Corona-Pandemie wirbelt den Food-Markt durcheinander. Der Trendbereich Convenience verzeichnet starke Rückgänge. Rewe hat mehrere Filialen des Kleinflächenformats Rewe To Go in City-Lagen vorübergehend vom Netz genommen.

Das Coronavirus bremst das Convenience-Geschäft von Rewe aus: Der Handelskonzern hat im Zuge der Pandemie mehrere Standorte seines Kleinflächenformats Rewe To Go vorübergehend und bis auf Weiteres geschlossen. Als Grund nennen die Kölner auf Anfrage eine niedrige Kundenfrequenz. Rewe hatte mit dem Kauf von Lekkerland zu Beginn des Jahres eine neue Einheit Convenience gegründet und das Geschäft mit verzehrfertigen Lebensmitteln für den Außer-Haus-Markt zum strategischen Wachstumsfeld erklärt. Laut Insidern ist der Gesamtmarkt in den vergangenen Wochen jedoch regelrecht eingebrochen. Für Teilsegmente wird von deutlich zweistelligen Umsatzrückgängen berichtet, die bei 15 bis 40 Prozent liegen sollen. Kenner führen das darauf zurück, dass in vorherigen Hochfrequenzlagen – dort, wo Convenience-Stores zumeist liegen – Kunden und Pendlerströme wegen der Ausgangsbeschränkungen massiv zurückgegangen sind.

Auch der Umstand, dass inzwischen viele Menschen im Home Office arbeiten, drücke den Verkauf nach Convenience-Ware wie Snacks für die Mittagspause im Büro, ist zu hören. Betroffen von der aktuellen Schließung sind sieben von neun Rewe-To-Go-Standorte, die der Kölner Handelskonzern in Eigenregie und außerhalb von Bahnhöfen betreibt. Das Gros davon befindet sich in City-Lagen, hinzukommen der Standort an der Universität Aachen sowie der bisher einzige Flughafen-Store am Airport Nürnberg. Bis wann die Läden geschlossen bleiben, „können wir heute nicht sagen“, so ein Unternehmenssprecher. „Sobald wir von einer wieder ausreichenden Kundenfrequenz ausgehen können, werden die Läden wieder geöffnet.“

Der Konzern erklärt, dass die betroffenen Mitarbeiter zwischenzeitlich Überstunden abbauen und Urlaub nehmen würden. Dort, wo die Möglichkeit bestehe, setze man die Mitarbeiter auch vorübergehend in Rewe-Supermärkten ein. „Allen Verpflichtungen aus den Mietverträgen kommen wir nach“, versichert der Unternehmenssprecher zudem. „Die Mieten für die Standorte werden weitergezahlt.“ Geöffnet sind weiterhin die Rewe-To-Go-Standorte, die sich in Bahnhöfen befinden, und jene, die der Mineralölkonzern Aral in seinem Tankstellennetz betreibt. Wie die Entwicklung dort im Detail aussieht, ist unklar.

Kein Geheimnis ist, dass auch der Bahnverkehr stark zurückgegangen ist. Der Tankstellen-Interessenverband (TIV) berichtet wiederum von Schwierigkeiten im Shop-Geschäft der Tankstellen allgemein. Nicht jeder Betreiber will das bestätigen, jedoch würden sich die bisherigen Hamsterkäufe dort eher auf Tabak und Telefonkarten konzentrieren, nicht auf
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